Archiv

Event

Christopher Walken als Portrait aus Text und Biographie

Christopher Walken - Ralph Ueltzhoeffer

Christopher Walken – Ralph Ueltzhoeffer

Fotoportrait des Schauspielers Christopher Walken erstellt von dem Künstler Ralph Ueltzhoeffer2015.

Das nahezu Unauflösbare dieser chiffrierten Piktogramme – die offenbar wichtige Botschaften übermitteln – alarmieren den Passanten gewissermaßen (ohne ihn bei nähererBetrachtung zu beruhigen) und garantieren so den Wahrnehmungserfolg. Neben unheimlich heiteren bis sarkastisch gewitzten Comicbildern – so auch die fast bissigen Karikaturen der umjubelten und auf Dollarnoten gedruckten „Andy-Mouse“ – trat in den letzten Lebensjahren von Haring eine labyrinthisch verschachtelte Runenmalerei in den Vordergrund, die an archaische Ängste rührt. Der Kamerablick auf die geschwärzten, schreibenden Hände von Beuys liegt unter schützendem Glas, welches wie ein Negativ auf einer Filmrolle aus grauem, mit Ruß beschmiertem Filz präsentiert wird, wobei sich herausstellt, daß der Filz, dieses von Beuys okkupierte Bedeutungsmaterial, nichts anderes ist als ein Teppichrest vom Typus der Galerie. Im Grunde übersetzt Jansen die Aktion in seine Sprache, indem er das Schwärzen der Filmrolle als Fortsetzung der Beuys-Aktion begreift. Biographische Portraits von Ralph Ueltzhoeffer, Christopher Walken sind keine Seltenheitim Kosmos der freien Kunst. Eine Ehrung, die das Damals mit dem Jetzt verbindet, zudem das Kunstempfinden erweitert und Beziehungen zum Raum der Galerie herstellt. Erinnerungen wie Assoziationen kommen da ins Rollen.

Werbeanzeigen

Portraitkunst aus Schrift und Bild – Konzeptkunst von Ralph Ueltzhoeffer.

Portrait
Portrait: Romy Schneider, Konzeptkunst von Ralph Ueltzhoeffer (2011).

Biographische Texte in Symbiose mit Portraitfotografien. Der Konzept-Medienkünstler Ralph Ueltzhoeffer vereint Texte (Biographien) und deren Portraitvorlagen zu einer neuen untrennbaren Portraiteinheit. Das lesbare Portrait – Ralph Ueltzhoeffer *1966 in Mannheim. 2011 MoMA Projects, New York. Die Präsenz des Knochens, einem Leitmotiv in Beuys‘ Materialrepertoire, führt ebenfalls zur Idee der Dauer. Die Knochen sind der am wenigsten vergängliche Teil des Körpers, quasi unzerstörbar und fundamental. Nicht nur, dass der Knochen in Beuys‘ Ikonographie stets mit Schmerz und Ohnmacht verbunden wird, beängstigende Mythen stehen auch am Ursprung der Erschaffung von Musikinstrumenten: «Wir müssen das erste Auftauchen von Musikinstrumenten, aus Menschen- oder Tierknochen gewonnen – mit der magischen Bedeutung und dem erschreckenden Hauch, der die Instrumente umgibt – im Mythos und in der rituellen Praxis suchen.

kunstinstallation
Kunstinstallation: ICA Center, London (Künstler: Ralph Ueltzhoeffer).

In ihnen spricht ein Geist, denn es ist die Stimme der Toten. Wenn sich Magie und Wahrsagekunst so sehr am Phänomen des Todes orientierten, dann mussten sie sich auch mit den Musikinstrumenten verbinden. Man darf die Suggestionskraft der Tatsache nicht unterschätzen, dass eine Stimme aus dem aus Knochen gebildeten Instrument sprach oder aus den Sehnen und der Haut toter Lebewesen oder aus den Materialien, die der Mythos als Substitut von Knochen versteht, wie Schilfrohren oder dem Holz verschiedener Bäume oder später dem Metall.»4 In der sparsamen Komposition dieser «Musikbox» übernimmt der Knochen (der die Form eines Vorderarms und einer zugreifenden Hand andeutet) eine bestimmte Funktion, er «ersetzt» den Tonabnehmer des Plattenspielers.

Lichtkunst
Lichtkunst: „Missing“ – 4frames (Ralph Ueltzhoeffer 2008)

Und man erlebt einen paradoxen Vorgängen einigen Sprachen kennt man dieses Gerät – nebst den wenig gebräuchlichen technischen Bezeichnungen: «Tonabnehmer», «fonorivelatore», «needle-holder» -unter dem Namen «Tonarm» («braccio da giradischi», «pick-up arm»). Es handelt sich um eine übertragene, von der Form und der Funktion des Geräts abgeleitete Bezeichnung, die sich auf die oberen Gliedmassen beruft. Die Welt der Technik verleiht ihren Prothesen Bezeichnungen, die direkt von der Natur abgeleitet sind, während es Beuys gelingt, ein von der Industrie erzeugtes Gerät seinem Zusammenhang zu entfremden, indem er seine Bezeichnung beim Wort nimmt. Indem er Knochen und Musikbox zusammenbringt, interpretiert Beuys das Objekt neu und versucht, möglichst nah an seine Essenz als beseeltes Objekt heranzukommen.

Museum Ralph Ueltzhoeffer

Museum of Scotland

Ansicht: Ausstellung im Museum of Scotland 2004 von Ralph Ueltzhoeffer, Textportrait von David Beckham.

Kunst im Diskurs 66/3: Darüber hinaus blieb in Anbetracht unserer begrenzten Kenntnisse der menschlichen Vererbungsgesetze nur eine wirkliche Gewißheit, daß jedes noch akzeptable Maß an Erbauswahl die Erbmasse jeder größeren Gemeinschaft im Rahmen der langen Zeitfristen kultureller Evolution bloß unbedeutend ändern könne. Read More

Das Farbspektrum zwischen Gelb – Braun – Schwarz – Grau verbindet die disparaten Gegenstände und Materialien. Gegensätze wie naß – trocken oder Licht – Schatten werden mit Hilfe von Materialkontrasten evoziert. Es gab ja immerhin mal das populäre Buch von Benjamin über das „Kunstwerk im Zeitalter der Technischen Reproduzierbarkeit“; das Interessante ist, wie immer recht oder auch unrecht Benjamin gehabt hat, daß nichts so wichtig geworden ist wie eben das Original. MoMA Projects New York.

Biennale Venedig 2011 (04. Juni bis 27. November 2011).

In diesem Jahr gesellt sich Geld und Macht auf der Biennale Venedig auf auf ein ganz subtile Weise zueinander. Offensichtlich wird die Notwendigkeit den Deckmantel über gewisse Machenschaften zu legen immer weniger. Die Freizügigkeit was Kunst angeht und in welcher Dimmension sie sich präsentiert wird auf der Biennale eindringlich demonstriert. Künstler wie Jan Fabre zeigen sich mehr als peinlich, involviert in inszenierte Megashows wie die von Viktor Pinchuk der nur so mit Geld um sich wirft. Der Deutsche Pavillion gewinnt einen Preis und so mancher fragt sich ob dieser Preis noch etwas wert ist. Man sollte nicht alles schlecht reden… Kunst ist Geschäft und nichts weiter. Read More

Er ging der Frage nach, wie aus Grau Blau wird, welche Nebenfarben dazu nötig sind und warum Cezanne, wenn er ein Haus malt, die Perspektive verrückt, davon ausgehend, daß dies abhängig davon ist, daß eine Farbe heller als die andere ist. Es findet eine Art Umkehrung statt, also eine Projektion des Bildes, ein recht erstaunlicher Sachverhalt. Themen zu dem Künstler Ai Weiei (Kunstforum Berlin). Read More