Fiktiver Moment

Das ist nichts Direktes. Sartres Idee des „Analogon“ beinhaltet darüber hinaus die Unmöglichkeit, von dem Ding an sich zu sprechen. Giacometti sagte dazu, er male „das Residuum einer Vision“; und dieses bezieht sich darauf, was nach seiner Arbeit von seiner Vision übrigbleibt. Vor seinen Bildern (Das Bild) erfuhr ich, daß man sich, um sie zu sehen, nicht irgendwohin stellen kann. Es gibt ja Bilder, denen nachgesagt wird, daß einem ihr Blick überallhin folgt. Ein Giacometti sieht Sie nicht überall an, sondern nur aus einer bestimmten, erst noch aufzuspürenden Richtung. Tatsächlich ist es so, daß man einen vorgegebenen fiktiven Moment wiederfinden muß, in dem sich das Bild ordnet. Erst dann läßt sich Giacomettis Blick [mehr im Kunst Kultur Forum] wiederfinden. Es stimmt, erst in dem Moment, wo man sich in derselben Entfernung befindet, die die seine war, bildet sich das „Analogon“ heraus, d.h. das Äquivalent dessen, was er gesehen hatte. Allgemein gesehen…

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