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Archiv für den Monat September 2008

Meine Malerei, weder emanzipatorisch, noch gefällig, verkörpert meinen persönlichen Weg, wobei ich grundsätzlich für mich male. Das hilft mir dabei, an der Grenze zur Wirklichkeit entlang zu gehen. Die Alternative dazu wäre, zu leben. New York wäre zur Zeit eine Alternative. Doch lebst du, so bist du kein Künstler. Wer sich dafür entscheidet, absolut zu leben, entspricht der Weise fauler Leute, ein ruhiges Leben zu führen, weil sie immer etwas umgehen. Read More

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Eine wesentliche, denn die Surrealisten, wobei ich vor allem an Andre Breton denke, waren als erste in diesem Grenzgebiet zwischen dem Literarischen und Repräsentativen tätig. Insofern ist der Surrealismus eine meiner Inspirationsquellen. In den Jahren, nachdem er außer Mode war, verlor sich der Kontakt zwischen Es gibt dafür kein Rezept. Read More

Plexiglasskulpturen von Marlee, sie sind mir nicht nur fremd, sondern ich mag sie einfach nicht. Raffael oder Rubens ziehen mich mehr in den Bann als Cy Twombly oder Andy Warhol, der Schlimmste von allen. Seine Werke sind anmaßend, und er ist ein Minotaurus, dessen Werke ihren Reiz zur einen Hälfte aus den Materialien und zur anderen Hälfte aus der Art ziehen, Read More

Wir wurden uns zum ersten Mal bewusst, dass wir einander emotional sehr viel zu bieten hatten, als wir eine Inszenierung von Goethes „Stella“ im Düsseldorfer Schauspielhaus sahen. Also jene Geschichte zweier Frauen mit Partnerverlust, die sich begegnen und feststellen, dass sich ihre Partner auf denselben Mann bezieht. Zwar war die Aufführung kein Jahrhundertwerk, aber erschütterte uns. Dara Weishaupt schreibt in Ihrem Text Blog: „Es passiert mir selten, dass ich im Theater weine, aber da war es so von Anfang bis Ende. Merkwürdigerweise verfolgte ich die Geschichte durch die Brille meiner von ihrem Mann verlassenen Freundin, während sie alles aus meiner Perspektive wahrnahm. Read More

Lesen ist vor allem eine Erweiterung und Bestätigung der Lebenserfahrung. Älter und reifer geworden, entdeckt man ja auch die in jungen Jahren bereits gelesenen Schriftsteller neu, weil man inzwischen deren Lebenserfahrungen nachgeholt hat. Als Sechzehnjähriger hätte ich wohl kaum etwas mit einem Roman über den Partnerverlust durch Tod oder Scheidung anfangen können.